Sonntag, 22. Februar 2009

Besuch aus der Heimat und Quasi-Lebensvergiftung (03.-15.02.)

Besser spaet als nie kommt nun der Bericht ueber den Besuch von Herr Kaufmann und Herr Kramer fuer 10 Tage in Dubai. Der Besuch hat fuer mich eigentlich schon 2 Tage vorher angefangen, denn ich musste das Hotel wechseln, um beide bei mir im Zimmer unterbringen zu koennen. Premier Inn laesst keine 3 Erwachsene in ein Zimmer, das Holiday Inn, wo auch meine Eltern waren, schon. Also habe ich bereits Dienstagabends meine Sachen gepackt, habe am Mittwochmorgen im Premier Inn ausgecheckt und bin mit meinem Yaris, vollbepackt bis unters Dach ins Buero gefahren. Nach der Arbeit habe ich noch die restlichen Sachen, die bei meinem Crash noch im Tiida waren und seither bei Tom im Auto gelagert waren eingeladen und bin ins Holiday Inn zum Einchecken gefahren. Das Noetigste aufs Zimmer gebracht, Karte und Block geschappt und auf dem Dach vom Hotel bei Bier und Shisha den Zweien ne Seite mit den noetigen Infos geschrieben und die Karte gepimpt. Nach dem Umzugsstress bin ich dann recht zeitig in meiner neuen Bleibe eingepennt.
Bereits um 7 Uhr am naechsten Morgen hat sich Max bei mir auf dem Handy gemeldet und 45 Minuten spaeter standen die zwei mit 4 Paletten Bier, dafuer ohne Pokerchips (wurden bei der Einreise vernichtet ;-)) vorm Hotel. Dadurch, dass die so schnell waren, konnten wir noch gemeinsam fruehstuecken, bevor die ins Bett gefallen sind und ich ins Buero musste. Der Donnerstagabend war bereits verplant und wir wollten uns an einer Tankstelle auf dem Weg nach Hatta treffen um gemeinsam weiter zum Fullmoon Desert Druming zu fahren. Ich bin direkt vom Buero mit Christian gefahren und habe Max und Daniel (so wie auch an den Tagen danach) mein Auto ueberlassen. Die haben noch Wes aufgegabelt und sind dann in Richtung Wueste gefahren. Leider hat das mit der Navigation nicht ganz geklappt, sodass wir ne knappe Stunde auf die drei warten mussten. Trotzdem war es ein gelungener Start fuer die Wuestenurlauber und ich konnte Max schonmal an das Shisha rauchen gewoehnen ;-) Auf dem Rueckweg wren wir kurz bei Tobi, um das Paket dass er gekauft und schon zu einem Drittel befuellt hat, abzuholen. Er, Julia und ich haben einfach zu viele Sachen fuer einen normalen Transport mit dem Koffer gehabt, dass wir beschlossen haben uns ein Paket nach Deutschland zu teilen.
Freitags haette ich morgens tauchen gehen sollen, was aber aufgrund des Wetters und der Sicht unter Wasser nicht moeglich war. Dumm daran war vor allem, dass ich das erst erfahren habe, als ich um halb 8 eh schon zu spaet beim Fruehstueck sass. Naja, bin halt nochmal ins Bett und hab von dort aus unseren Plan fuer den Tag umorganisiert. Fabian, der mich und meine Eltern vor einigen Tagen durchs Emirates Palace gefuert hat, feierte seinen Abschied beim selbst ernannten und selbst geplanten „Spring Break – Desert Dance“. Nach etlichen Telefonaten, haben es dann 4 Autos aus Dubai geschafft, sich an der Ibn Battuta Mall zu treffen und gemeinsam nach Abu Dhabi aufzubrechen. Unterwegs habe ich am Abu Dhabi airport meine Reisschuessel gegen einen dreckigen Nissan Sunny getauscht. Immerhin fuehlt man sich darin ein bisschen sicherer als im Plastik-Yaris. Anschliessend haben wir uns mit den Leuten aus Abu Dhabi getroffen und sind gemiensam Richtung Al Ain in die Wueste gefahren.Nachdem wir gegen 4 Uhr am Camp angekommen sind, haben wir unsere Sachen ausgeladen und sind mit den Jeeps durch die Duenen geheizt. Dass das nicht ganz ohne ist, hab ich dieses Mal leider zu spueren bekommen. Ich sass bei Adnan im Kofferraum und mich hats beim „Ueberqueren“ eines ordentlichen Wuestenschlagloches so an die Decke geschleudert, dass ich ne Schuerfwunde an der Schulter hatte. Wie es meinem Kopf ging, der bekanntlich zwischen Schulter und Dach vom Auto war, koennt ihr euch dann denken ;-) Naja, mir gings besser als den Leuten in nem neuen Hummer H3, der spontan mal aufgrund von Schraeglage die Kopfairbags ausgeloest hat. Ist wohl ein bekanntes Problem bei dem Auto und laesst sich durch entfernen einer Sicherung vorbeugen. Mit diesen kleinen Verlusten sind wir zurueck zum Camp und haben dort gegessen und den „Dancefloor“ praepariert. Vier Autos standen ums Camp rum mit offenem Kofferraum und aufgedrehter Sound-Anlage. Und dank des MP3-Players mit FM-Transmitter kam aus allen vier Autos synchron die gleiche Musik. Da es noch nicht dunkel war, waren wir noch ein bisschen aktiv und haben „Gilbert“, meinen Mini-Rugby, durch die Gegend geworfen. Die Party war klasse und irgendwie hat Kramer uns gegen 11 Uhr spontan ne Fahrgelegenheit vom Camp zur Strasse, wo mein Auto stand, klar gemacht. Das war der Grund, weshalb wir nicht wie geplant ueber Nacht geblieben sind. Im nachhinein hat sich das als gute Entscheidung erwiesen, denn es war anscheinend eine nasse, kalte Nacht und manch einem ging es nach dem vielen Feiern gar nicht mehr gut ;-) Die Heimfahrt hab ich halb verschlafen, habs aber trotzdem noch geschafft uns auf die richtige Strasse zu fuehren und Kramer hat uns und Wessam sehr gut um 2 Uhr heim gebracht.
Am naechsten Morgen hat der Wecker um 9 Uhr zum Fruehstueck geklingelt, wurde aber von uns drei demonstrativ ignoriert ;-) Wir haben bis zum Mittag weitergeschlafen und sind um 1 Uhr richtung Creek aufgebrochen. Dort haben wir uns zuerst den Markt in Bastakiya angeguckt und dort bei Live-Musik gefruehstueckt. Anschliessend sind wir ins Dubai Museum gelaufen und danach auf den Textil Souk. Max hat sich eine „original“ James Bond Omega Uhr gekauft und Kramer und ich je ein UAE Fussballtrikot. Abend sind wir zum Spiel Al Ahli gegen Al Nasr ins Stadion. Dummerweise war auf die Information im Internet mal wieder kein Verlass und wir mussten 2 Stunden vorm geschlossenen Stadion warten, bis wir rein konnten. Die Zeit haben wir uns mit Lebensmittel einkaufen und Zugucken beim Training der zweiten Mannschaft von Al Ahli vertrieben. Das Spiel an sich war ziemlich lahm und angefangen zu regnen hat es dann auch noch, so dass wir froh waren, als wir zum Abendessen in der Mall of the Emirates sassen.
Am Sonntag hat mich Christian abgeholt ins Buero, damit Max und Kramer mit meinem Auto zum Strand und so konnten. Abends haben wir uns im Hotel getroffen und sind anschliessend noch ins Bidi Bondi, eine australische Sportsbar auf der Palm Jumeirah. Unsere Hoffnung, dass dort Bayern gegen Dortmund laeuft, wurde nicht erfuellt, sodass wir nach dem Essen heim sind um uns die zweite Halbzeit im Hotel anzugucken. Danach sind wir im Hotel auf den Rooftop und Max hat zur Feier, dass er nun auch scheinfrei ist, zu Drinks und Shisha eingeladen.
Am Montagabend hab ich den zwei ein bisschen die Locations in der Naehe gezeigt. Wir waren zuerst im Madinat Jumeirah im Traderwixs und anschliessend auf der Terrasse. Danach noch kurz in der Barasti Bar, wo tote Hose war, und in der Uptown Bar im Jumeirah Beach Hotel, von wo man einen guten Blick ueber die Sheik Zayed Road und Dubai hat. Der hoteleigene Club hatte leider zu, sodass wir gegen Mitternacht heim sind.
Am naechsten Tag habe ich die beiden mit ins Auto genommen und Ihnen mal gezeigt, wie ein etwas anderer Arbeitstag bei mir aussehen kann ;-) Ich hatte einiges zu erledigen, unter anderem fuer mich und die Kollegen Geld abholen in unserem THOST Buero in Karama. Auf dem Weg dorthin habe ich main Paket bei der Emirates Post abgegeben, meine Ergebnisse von der OP-Voruntersuchung abgeholt und Julias Handy ihren Kollegen uebergeben. Waehrend ich dann im Buero sass, waren die anderen im Lamcy Plaza shoppen. Auf dem Weg zum Jumeirah Beach Hotel, wo ich meine Tauchschein-Theoriekenntnisse belegen musste, sind wir bei Hardee’s essen gewesen. Waehrend ich dann im Dive Center meinen Multiple Choice Bogen mit Erfolg bestanden habe, lagen Max und Daniel schon am Strand. Ich hab die zwei unter dem Vorwand, dass sie auch zum Tauchen gehen wollen mit eingeschleusst. Normal kostet der Eintritt zum Beach Center mit Pool, Sauna, Fitness, Tennis- und Squashplaetzen und und und stolze 400 Dirham (85 Euro). Als es zu frisch wurde, sind wir weiter ins Atlantis Hotel. Vom Aquarium dort waren die zwei sichtlich beeindruckt. Um ihnen zu zeigen, dass es hier in Dubai noch krasser geht, sind wir nach nem kleinen Schlaefchen im Hotel zur Dubai Mall zum Abendessen und um dort das Aquarium mit der groessten Plexiglasscheibe der Welt anzugucken. Nebenbei hat ihnen auch das Eisstadion und die riesen Leinwand nebendran sehr imponiert. Ausklingen lassen haben wir den Abend im NEOS, der Bar im 63ten Stock vom Hotel „The Address“. Am Mittwochabend bekam ich den lange erwarteten Anruf aus Pforzheim mit der Bestaetigung, dass ich meine Diplomarbeit ab 01.03. bei THOST in Pforzheim schreiben kann. Details werden sich noch klaeren. Da abends leider kein Spiel vom DFB Pokal uebertragen wurde, sind wir ausnahmsweise mal frueher ins Bett, was zumindest mir nicht geschadet hat.
Am letzten Arbeitstag der Woche durfte ich etwas frueher Feierabend machen und ich habe mich am fruehen Nachmittag von Max und Daniel im Buero abholen lassen. Wir sind gemeinsam zum Textil Souk gefahren und mit dem Wassertaxi auf die andere Seite des Creek zum Gold- und Gewuerzsouk. Da dort bis um 4 Uhr Mittagspause ist, habe ich die zwei (nicht ganz absichtlich) in die falsche Richtung gefuehrt. Als wir das gemerkt haben, habe ich mit Max beschlossen, dass es Zeit waere fuer eine kleine Staerkung. Wir sind dann in ein Restaurant in dem nur Einheimische und Inder sassen. Das Essen und das Erlebnis war super, aber was ich davon hatte, lest ihr gleich ;-) Nachdem wir dann mit dem Taxi zurueck zum Goldsouk gefahren sind und ein paar Souvenirs gekauft hatten, sind wir zurueck zum Auto und direkt weiter zum Brauhaus. Dort haben wir uns mit Tobi zum Brunch getroffen. Da Getraenke nur bis 11 Ur inklusive sind, sind wir dann weiter in den „Music Room“, ne grosse Bar mit Live-Rockmusik. Dass wir danach heim sind und nicht doch noch ins Rock Bottom, hat sich als gute Entscheidung erwiesen, denn Tobi ist bei sich aufm Dach im Kinderparadies aufgewacht, Max musste auf dem Heimweg kurz aus dem Auto raus und ich war auch froh daheim zu sein, hehe. Eingeschlafen bin ich super, aber um ungefaehr 4 Uhr hat sich der Restaurantbesuch vom Vortag bemerkbar gemacht. Ich hab ungelogen 6 Stunden auf dem Klo verbracht und wollte eigentlich nur noch sterben. So schlecht gings mir noch nie in meinem Leben! Und aus meiner Erfahrung heraus kann ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit behaupten, dass es nicht (nur) am Alkohol lag!
Der Freitag war jedenfalls fuer mich gelaufen. Ich habe das Bett nur verlassen, weil wir aus dem Holiday Inn ausgecheckt haben und ich ins Premier Inn umgezogen bin. Den letzten Tag habe ich den zwei also etwas versaut, aber sie waren auch mit nem entspannten Tag zufreiden. Ich hab ihnen meinen Laptop zum Surfen bereitgestellt und sie haben sich gut selbst beschaeftigt. Mittlerweile blieb zumindest, das Wasser, das ich getrunken habe in meinem Magen. Ich habe mein Bett dann nur wieder um halb 1 verlassen um die beiden ins Taxi zu verabschieden. Wie ich gehoert habe, sind die 2 gut daheim angekommen. Nach einer Woche mit viel Action hat sich mein Koerper also mal komplett verabschiedet. Auch am naechsten Tag habe ich mein Bett nur einmal verlassen um ein halbes Sandwich zu essen, was zum Glueck geklappt hat. Ansonsten habe ich geschlafen oder Filme geguckt. Dass ich mich am Sonntag krank melden musste, unterstreicht, dass es mir wirklich beschissen ging. Das war ausser meinem Pfeifferschen Druessenfieber in Muenchen der erste Tag meiner Karriere, an dem ich wegen Krankheit nicht arbeiten konnte.

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