Sonntag, 22. Februar 2009

Best Desert Trip ever.. die letzten Tage in Dubai (16.-22.02.)

Nachdem ich wieder auf den Beinen bin, hat sich meine letzte Arbeitswoche etwas anders gestaltet. Ich habe zwei Tage in Karama im THOST office verbracht, zwei Vormittage mit Tauchen und den Rest an meinem eigentlichen Schreibtisch in Industrial City. Montags war Karama angesagt, was ganz gut war, denn Tobi hat Freikarten organisiert fuers WTA Tennis-Turnier, das um die Ecke statt gefunden hat. Er arbeitet gerade mit am Hotel fuer den Aviation Club, der Mitausrichter des Turniers ist. Tja, beziehungen sind eben alles... Also hab ich mich nach der Arbeit mit ihm getroffen und wir sind durch den Spielereingang zum Stadion um der aktuellen Nummer 3 Ana Ivanovic bei ihrem Sieg zu zuschauen. Bisschen wenig los im Stadion, aber die Frau sieht ganz nett aus. Gut in Form die Kleine ;-)
Am Dienstag durfte ich endlich raus ins Meer um ‚richtig“ zu tauchen und nicht nur wie bisher immer im Pool. Mit kompletter Ausruestung musste ich jedoch erst den Strand entlang bis ins Wasser laufen, was ganz schoen anstrengend ist... Vom Strand aus sind wir gut 80 Meter rausgeschwommen und dann runter auf 7 Meter Tiefe. Dort verschiedene Uebungen wie Maske abnehmen und wieder aufsetzen und so weiter und wieder hoch. Beim zweiten Tauchgang sind wir nur am Meeresgrund entlaggeschwommen und haben unter anderem nen Stachelrochen von nahem sehen koennen. Abends war ich seit Ewigkeiten mal wieder im Fitness und danach hab ich mir bei ner Shisha in ne Restaurant in der Naehe vom Hotel erste Gedanken zu meiner Diplomarbeit notiert.
Mittwochs war ich wieder in Karama und abends erneut mit Tobi beim Tennis. Dieses mal konnten wir sehen, wie die ehemalige Nummer 1 Jelena Jankovic verloren hat. Anschliessend hat die aktuelle Nummer 1 Serena Williams im besten Spiel, das ich gesehen habe gegen eine kleine Chinesin gewonnen. Wie auch montags habe ich Tobi als kleines Dankeschoen heim gefahren ;-)
Am Donnerstagmorgen stand wieder Tauchen auf meinem Programm. Und kurze Zeit sah es so aus, als wuerde das Tauchen wie die 2 Wochen davor „ins Wasser fallen“. Dieses Mal ging es naemlich mit dem Boot raus und die Kuestenwache wollte uns keine Genehmigung zum Rausfahren geben. Nach eineinhalb Stunden warten durften wir dann doch und es ging zu einem vor 40 Jahren gesunkenen Wrack vor Jumeira. Dort angekommen gings per Rolle rueckwaerts ins Meer und von dort aus 11 Meter auf den Meeresgrund. Die Sicht war schlecht bis nicht vorhanden. Wir sind in einem Kreis im Abstand von maximal einem Meter gesessen und man hat den neben sich trotzdem kaum gesehen. Nach verschiedenen Uebungen zur Auftriebskontrolle sind wir dann noch am Wrack entlanggeschwommen. Es war schon krass... Man taucht bei sehr schlechter Sicht und auf einmal sieht man nen halben Meter vor Sich eine riesen Stahlwand. Ueber dem Wrack war die Sicht zum Glueck besser. Nun, was soll ich sagen, ich bin jetzt offiziell ein Fisch und darf (natuerlich nur mit erfahrener Begleitung) in allen Meeren der Welt tauchen gehen! Abends hat Liliana, Martins Praktikanten zu ihrem Abschied eingeladen. Wir waren zuerst bei ihr im Apartment und sind dann weiter ins Atlantis, wo weiter gefeiert werden sollte. Im Sanctuary, dem Club vom Hotel, wollten sie nach 3 Eingangskontrollen an der letzten Schleuse dann 30 Euro Eintritt. Die anderen sind rein, aber weil ich gefahren bin und Christian und Elena auch keinen Bock hatten lange zu bleiben, sind wir drei nebenan auf die Terrasse gesessen und haben bei Cocktail und Shisha gechillt. Gegen halb 2 hab ich die beiden heimgefahren und bin dann auch erschoepft ins Bett gefallen.
Das Wochenende war legendaer und ein wuerdiger Abschluss meines Praktikums in der Wueste. Wir sind ueber Nacht in die Wueste bei Liwa gefahren und das mit 30(!) Jeeps. Koennt euch also in etwa vorstellen, was das heisst. Meine Kollegen von THOST hatte ich auch eingeladen und die meisten sind auch mitgekommen. Ausserdem waren fast alle Leute, die ich hier kennengelernt habe und noch im Land sind, dabei. Highlight waren die zwei Quads, die Adnan extra gemietet hatte und mit dem Anhaenger mitgebracht hat. Ich hatte die Ehre eines der beiden Quads von der Strasse aus zum Camp zu fahren:


Es waren keine Spielzeugquads, wie bisher bei meinen vorherigen Quadtouren, sondern richtige Maschinen mit Schaltung (wie beim Motorrad) und Hoechstgeschwindigkeit von ca. 160 kmh. Natuerlich kann man in den Duenen nicht solche Geschwindigkeiten fahren, aber die Power reicht aus um fast alle Duenen hochzukommen. Nach ner guten halben Stunde Fahrt durch die Duenen hatten wir unsern Lagerplatz erreicht und die Autos ausgeladen. Ich bin mit Christian noch ne Runde ums Camp geheizt mit den Quads, bevor wir uns dann auf die Autos zum Dune Bashing verteilt haben. Leider blieb Adnan mit seinem Wuesten-Panzer relativ frueh stecken und kam nicht mehr weiter. Wie sich herausgestellt hat, stimmte was mit seinem Allrad nicht und die Vorderraeder hatten keinen Antrieb. Kommt nicht gut in der Wueste. Wir haben ne Stunde gebraucht um ihn rauszuziehen und an den Fuss unseres Camps zu bringen. Dimi hat es dann tatsaechlich geschafft, das Auto mit Hinterrad antrieb 50 Hoehenmeter zum Camp hochzufahren. Was in sofern wichtig war, als dass in Adnans Auto die Soundanlage drin ist. Beim Grillen am Lagerfeuer hab ich dann ne Polin aus Warschau und ne Deutsch-Iranerin aus Muenchen kennengelernt. Kann immer mal nuetzlich sein sowas ;-) Die Stimmung war auf jeden Fall super. Neben dem „Haupt“-Lagerfeuer hatte sich noch ein THOST/Siemens Lagerfeuer gebildet, was auch sehr nett war. Wie ihr seht sind solche Trips optimal um das persoenliche Netzwerk zu pflegen :-D Was auch genial war, war der Sternenhimmel. Wenn man sich hinter irgendeine Duene vom Camp entfernt hat und in der absoluten Dunkelheit war, hat man hunderte von Sternen gesehen. Dass kein Mond am Himmel war, hat den Effekt noch verstaerkt. Ich hab noch nie soviele Sterne gesehen! Bier und Fleisch gabs natuerlich auch am Lagerfeuer, ist doch klar ;-) Gegen 3 Uhr war fuer mich dann Schluss und ich hab mich bei Tom und Christian im Zelt in meine Decke eingewickelt, die ich vom Premier Inn „ausgeliehen“ hab, hehe. War seeeehr gemuetlich, trotzdem war die Nacht um halb 8 schon vorbei. Es wird einfach zu frueh hell und im Zelt zu warm. Adnan hat fuer Fruehstueck mit Ruehrei und Speck gesorgt. Exzelent! Anschliessend hab ich mich mit Christian nochmal auf die Quads geschwungen und wir haben einige Jeeps durch die Duenen eskortiert. Man hat schon Respekt, wenn man mal so nen 100 Meter Huegel hochfaehrt. Ich denke das Bild zeigt ganz gut die Groessenverhaeltnisse...


Anschliessend haben wir unsere Sachen in die Autos geladen und den Muell beseitigt, ehe es als erstes zur naechsten Tankstelle ging, um die Reifen wieder aufzupumpen. Danach ging es mit Stopp auf halbem Weg 3 Stunden zurueck nach Dubai. Mein Auto stand noch an der Ibn Battuta Mall, dem Treffpunkt der Abfahrt am Vortag. Ich bin dann gleich weiter zum Jumeirah Beach Hotel um nochmal auszunutzen, dass ich umsonst in den Beach Club komm. Hab mich an den Strand gelegt, bis es gegen 5 Uhr ein bisschen zu kalt wurde. Kurz in Pool gesprungen, abgetroknet und dann ins Fitness Studio. Ist schon geil, mit direktem Blick aufs Burj al Arab (ca. 150 Meter Luftlinie) auf dem Crosstrainer zu laufen... Nach ein bisschen Schwitzen hab ich die Badehose wieder angezogen und bin in den Sauna und Wellness Bereich. Danach Duschen und heim ins Hotel. Viel mehr als bisschen was essen habe ich nicht mehr geschafft. Bin um 9 Uhr eingeschlafen und wurde heute morgen um halb 8 von meinem Handy geweckt. Hatte also einiges an Schlaf nachzuholen! Heute sitze ich, wie auch morgen, wieder im THOST Buero. Nachher werde ich noch Geld im Holiday Inn abholen, dass Max zuviel bezahlt hat (ich war am Tag an dem wir ausgecheckt haben nicht in der Lage dazu...) und anfangen zu packen bzw. Zu gucken, ob alles in den Koffer passt. Das Paket, dass ich nach Deutschland geschickt habe, ist mittlerweile beim Zoll in Horb und muss dort abgeholt werden. Kostet wieder n bisschen, aber ich bin noch guten Mutes, dass sich alles regeln laesst. Morgen abend steht dann der endgueltige Abschied in der Barasti Bar an. Tja, und dann habt ihr mich wieder! Wers noch nicht weiss: Ich lande am 24.02. in Frankfurt!

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Finds toll, dass du jetzt ein Fisch bist - ich mag Fische !!!

Anonym hat gesagt…

Hey, ich freu mich auf - dann bis Dienstag